Das Terminal, groß, weit, wild und gefährlich.
Diesen Mythos möchte ich auch nicht gefährden. Dennoch ein paar kleine und hilfreiche Befehle kann jeder problemlos erlernen, ohne weitreichende Vorkenntnisse in diesem Bereich zu haben. Ohne Tools wie Onyx, Cocktail oder System Optimizer.
Daher habe ich ein paar Befehle für das Terminal zusammengestellt, welche häufig Thema sind und an denen Interesse bestehen könnte.
Spotlight
In manchen Fällen kann es hilfreich sein, einen neuen Index für Spotlight anzulegen. Etwa bei einer Fehlfunktion oder sonstigen Problemen.
1. Schritt: Terminal öffnen
2. Schritt: Die Befehle
Für die Erstellung eines neuen Index auf dem Startvolume reicht dieser einfache Befehl: sudo mdutil -E /
Bei mehreren Festplatten oder einer anderen als das Startvolume ist der folgende Weg einzuschlagen: sudo mdutil -E /Volume/Festplatte/
Falls gewünscht, die Deaktivierung der Suche auf Wechsellaufwerken:
sudo mdutil -i off /Volume/Festplatte/
Für die Reaktivierung der Suche auf dem Wechsellaufwerk:
sudo mdutil -i on /Volume/Festplatte/
Eine Auflistung aktivierter Spotlight-Plugins:
mdimport -L
Status des Spotlight-Index:
sudo mdutil -s /Volume/Festplatte/
Das Anzeigen von unsichtbaren Dateien
Hin und wieder ist es aufgetreten, dass unsichtbare Dateien dem System Probleme bereitet haben. Unter Tiger können unsichtbare Dateien nicht mehr ohne weiteres mit dem Finder gefunden werden. Daher ist es zumindest hilfreich, die versteckten Dateien im Fall eines Problems sichtbar machen zu können.
1. Schritt: Terminal öffnen
2. Schritt: Die Befehle
Zum Anzeigen der unsichtbaren Dateien:
defaults write com.apple.Finder AppleShowAllFiles YES;killall Finder
Um die Dateien wieder unsichtbar zu machen:
defaults write com.apple.Finder AppleShowAllFiles NO;killall Finder
.DS_Store Dateien löschen
Wenn es Probleme bei der Darstellung von Fenstern gibt, z.B. ein permanentes ungewolltes Wechseln von der Symbol- zur Listendarstellung; hier kann das Löschen der .DS_Store Dateien helfen.
VORSICHT:
Der folgende Befehl löscht alle .DS_Store Dateien und somit auch die mühsam angelegte private Ordnerstruktur. Diese wird neu sortiert!
1. Schritt: Terminal öffnen
2. Schritt: Befehl eingeben
Löschen der .DS_Store Dateien:
sudo find / -name .DS_Store -exec rm {} \;
Um die Änderungen umgehend sichtbar zu machen, ist ein Neustart notwendig.
Cron-Jobs
Die Cron-Jobs, häufig gefragt. Als Standard wird das Daily-Script jeden Tag um 3.15 Uhr ausgeführt. Das Weekly-Script an jedem 6. Tag der Woche um 4.30 Uhr und das Monthley-Script am jeweils 1. Tag eines Monats um 5.30 Uhr. Nun hat nicht jeder um diese Zeit den Rechner laufen, daher hier die Anleitung für eine manuelle Durchführung via Terminal.
1. Schritt: Terminal öffnen
2. Schritt: Die Befehle
Daily-Script:
sudo sh /etc/daily
Weekly-Script:
sudo sh /etc/weekly
Monthley-Script
sudo sh /etc/monthly
Die regelmäßige Ausführung dieser Scripts lohnt sich hauptsächlich, wenn der Rechner auch gelegentlich unter Serverbetrieb steht. Ansonsten reicht ein Intervall von etwa sechs Monaten vollkommen aus.
Der Status des Akkus
Dieser Tipp ist nur noch für Rechner relevant, welche noch nicht unter 10.4 betrieben werden. Unter 10.4 wird der Status des Akkus im System Profiler angezeigt.
Vor dem Kauf eines gebrauchten Power- oder iBooks, dass noch nicht über 10.4 verfügt oder bei Neugier gibt der folgende Befehl Aufschluss über den Zustand des Akkus.
1. Schritt: Terminal öffnen
2. Schritt: Die Befehle
Status des Akkus:
ioreg -l | grep BatteryInfo
„Capacity“ gibt Aufschluss über die verbliebene Kapazität des Akkus. Diese wird in Milli-Ampère-Stunden (mAh) angegeben. Ein neuwertiger Akku verfügt je nach Modell des Rechners etwa über 4500-5000 mAh.
„Amperage“ gibt Auskunft über die aktuelle Spannung – nur im Akkubetrieb.
„Cycle Count“ gibt an, wie viele Ladezyklen der Akku abgeschlossen hat.
Noch ein paar Details mehr gibt dieser Befehl über den Akku bekannt:
ioreg -p IODeviceTree -n battery -wo / grep Bat
Safari
Tipp 1)
Das Debug-Menü. Wird als normaler User/Surfer nicht gebraucht. Ich schriebe es hier dennoch.
1. Schritt: Safari schließen
2. Schritt: Terminal öffnen
3. Schritt: Die Befehle
Debug-Menü aktivieren:
defaults write com.apple.Safari IncludeDebugMenu 1
Debug-Menü deaktivieren:
defaults write com.apple.Safari IncludeDebugMenu 0
Tipp 2)
Vielleicht eine Erleichterung für Modem-User? Mit den folgenden Befehlen kann die Verzögerungszeit, bis Safari den Inhalt der Seite anzeigt, verringert werden.
1. Schritt: Safari schließen
2. Schritt: Terminal öffnen
3. Schritt: Die Befehle
Befehl für das Bestimmen der Verzögerung:
defaults write com.apple.Safari WebKitInitialTimedLayoutDelay 0.0001
Mit „0.0001“ ist die Verzögerung auf eine Zehntausendstelsekunde gesetzt. Der Inhalt der Seite wird nun so schnell als möglich angezeigt. Während des Betrachtens der Seite wird diese weiter geladen, so kann es daher zu Änderngen in der Darstellung kommen. Am besten ein wenig experimentieren bis die optimale Verzögerungszeit gefunden ist. Der Wert von 0.25 soll der Standard unter Safari 2.0 sein.
Um die aktuell eingestellte Verzögerungszeit einzusehen:
defaults read com.apple.Safari WebKitInitialTimedLayoutDelay
Um alle Einstellungen wieder auf den Wert vor des Eingriffs zu setzten:
defaults delete com.apple.Safari WebKitInitialTimedLayoutDelay
Wenn Bedarf bestehen sollte, könnte ich noch weitere „Tipps“ geben. Vielleicht habt Ihr auch ein paar hilfreiche Befehle für das Terminal und möchtet diese hier posten.
