Hallo Gast.  
  Registrieren - Anmelden  
Benutzername Angaben speichern?
Passwort   Passwort vergessen?
 
· Hardware · Software · Knowledge · Knowledge Talk · Appletalk · MACup · Latte MACchiato ·
 
     
Warnung vor LAN-Disk/NAS
23.8.2005 14:00   [ Ignorieren ]
Avatar
RankRankRank

Nachdem ich immer häufiger von verzweifelten Käufern einer LAN-Disk lese, die an der Konfiguration/Nutzung scheiten (und ich auch zu dieser Gruppe gehörte), halte ich es für sinnvoll, mal eine generelle Warnung auf das Knowledge-Brett zu stellen:

Was können LAN-Disks und was können sie nicht?

Das Angebot klingt verführerisch: Eine externe Festplatte mit Ethernet-Anschluß. Alle mp3-Files und/oder Fotos für alle Rechner im Netz zugänglich, einfacher Datenaustausch, quasi ein Server für das Heimnetzwerk, einfach über ein Web-Interface zu konfigurieren.

Die Funktionsweise der LAN-Disks (oder Ethernet-Disks oder Network Attached Storage oder NAS) ist folgendermaßen: Ein abgespecktes Betriebssystem befindet sich auf einem ROM-Baustein in der LAN-Disk. Zwei Versionen sind z.Zt. im Handel: "Embedded Linux" oder "Embedded Windows". Dadurch kann der LAN-Disk eine IP zugewiesen werden (auch über DHCP) und sie verhält sich wie ein Rechner im Netz.

So weit, so gut. Jetzt zu den Problemen, die aus dieser Konfiguration entstehen:

1) Die Datenübertragung der Embedded-Betriebssysteme ist unglaublich langsam: Nutzer berichten übereinstimmend von 2- max. 4 MB/s, trotz schneller Platten und einer 100 Mbit/s-Ethernet-Verbindung.

2) Viele der LAN-Disks können kein AFP und müssen über SMB angesprochen werden. Dabei entsteht regelmäßig das Problem, daß Sonderzeichen in Dateinamen und lange Dateinamen dazu führen, daß die entsprechende Datei nicht übertragen wird.
Alle mir bekannten LAN-Disks, die AFP beherrschen, können nur die Version 2.x, was ebenfalls zu Kollisionen mit der Dateinamenlänge und den Sonderzeichen führt und die max. Dateigröße auf 2 GB reduziert.
Bei "Embedded Linux" LAN-Disks werden die betroffenen Dateien einfach nicht übertragen, ohne jede Warnung o.ä. Dies ist noch der günstigere Fall, "Embedded Windows" stellt, wenn es auf eine solche Datei stößt, die gesamte Übertragung einfach ein.

3) Unter OS X ist die Rechtevergabe bei Medien, die von mehreren Rechnern/Usern benutzt werden, überlebenswichtig. Hier hat man jedoch bei den LAN-Disks keine Chance. Die einzige Manipulationsmöglichkeit besteht durch das Web-Interface und man hat genau die Möglichkeiten, die hier vorgesehen sind - also keine. Daran kann man auch nichts ändern, man kann nur auf ein Firmware-Update warten, das die eigenen Bedürfnisse vielleicht erfüllen wird. . .

Alles dies führt dazu, daß LAN-Disks, wenn überhaupt, nur für ganz spezielle Anwendungsgebiete sinnvoll sind - und das steht natürlich nicht auf der Verpackung!
Ich denke, daß in den allermeisten Anwendungsfällen ein alter Mac (monitor- und tastaturlos, über teleport oder Remote Desktop gesteuert) nicht nur die wesentlich sinnvollere, sondern auch billigere Variante ist.

Gruß,
Florian

 
 
3.12.2005 3:44   [ Ignorieren ]   [ # 1 ]
Rank

Hätte ich Florians Text gesehen, bevor ich mir eine Netzwerk-HD angeschafft habe, hätte ich es gelassen. Aber ich hab ihn erst gelesen, als ich mit meiner neuen LaCie 300 GB "EDmini" erhebliche Anfangsprobleme hatte und auf der Suche nach Lösungen war.

Nun sind die Probleme ausgestanden, sie funkt tadellos im Ethernet-Netzwerk gemeinsam mit 3 Mac Minis und einem PB G4.

Rückblickend und zusammenfassend kann ich berichten:

Jene LaCie-Disk (wohl auch andere?) kann per Browser (http://10.0.x.x oder so ähnlich) als "FAT32" oder "ext3" formattiert werden.

Ersteres erlaubt keine Dateigrößen über 4 GB und keine Sonderzeichen wie "/" oder "*" in Dateinamen. Und Zweiteres dürfte wohl dem Apple Format "Extended (Journaled?)" entspechen und gestattet beides.

<Exkurs> Ich hatte einen Blitzgneisser als Lieferant und Berater, der mir unbedarftem Laien empfahl, die Platte auf FAT32 zu formattieren und dann mit Retrospect inkrementielle Backups zu machen. Angesichts der 4GB Grenze ein Widerspruch in sich ... aber so lernt man. </Exkurs>

Kurzum: Solange die Netzplatte mit FAT32 formattiert war, gabs nur Probleme mit Dateinamen und den Dateigrößen. Auch mit den Schreibberechtigung/Privileges von einem 10.3.9er PB G4.

Kaum hatte ich sie umformattiert auf "ext3", wie das LaCie nennt, und im selben Aufwaschen das 10.3.9.er PB G4 auf 10.4.3. upgedatet, funkte alles tadellos. Die Sonderzeichen sind ihr wurscht und mein aktuelles Retrospekt-File hat stolze 40 GB.

Was ich an Florians Bericht bestätigen kann: Die Kopiergeschwindigkeit ist miserabel. Ich erziele Raten von ca. 40 MB/Minute übers Ethernet.

Es ist auch ein uralt-Switch beteiligt, vielleicht bremst der ... mir ist das egal, denn wir sichern im Büro nur ein wenig Word, Excel und Filemaker pro Tag, und ob das backup mit automatischem Ausschalten des Rechners 15 Min. oder 2 Stunden dauert, spielt keine Rolle.

Was mir mehr Sorgen macht, ist die von Florian angesprochene Reparatur der Benutzerrechte. Insoferne ist mein Bericht auch eine Frage: Das Festplattendienstprogramm erlaubt es mir nicht, diee Rechte auf Netzwerk-Volumes zu reparieren, nicht mal auf Volumes, die über USB oder Firewire angeschlossen sind - wie dann?

Zufrieden UND fragend, lG,
Robert

 
 
     
 
‹‹ Nutzungskontrolle      Crontab ››

 
 

</ a n z e i g e >
  © MACup 1995 - 2007 · Impressum · Datenschutzerklärung · Haftungsausschluss · Nutzungsbedingungen · Mediadaten ·
  · Neue Mediengeschaft Ulm · Forum v1.3.2 (20070102.eeF) · Script ausgeführt in 0.1658 seconds ·